Interview

"Rouge Noir": Chanel Global Makeup Creative Partner Ammy Drammeh über die neue Make-up-Kollektion

Mit seiner warmen, tiefroten Nuance zählt „Rouge Noir“ für viele Beauty-Begeisterte seit Jahrzehnten zu den besonders ikonischen Nagellacktönen. 1994 in Zusammenarbeit der damaligen Creative Directors Dominique ­Moncourtois, Heidi ­Morawetz und Karl ­Lagerfeld entstanden, gehört die Farbe bis heute zu den Bestsellern des Hauses. 2026 erhält sie nun ein Upgrade: Ammy Drammeh, Make-up-Artist und Teil des Chanel-Kreativteams Comètes Collective, nahm sie als Vorlage für eine ganze Make-up-Kollektion. Über ihre Inspiration dafür sprach sie mit flair. 

Text: Melanie Gerges / Fotos: Hersteller

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Foto: Chanel

Rouge Noir“ wird als „ultimativer Ausdruck von Eleganz“ beschrieben. Wann haben Sie diesen Farbton das letzte Mal getragen?Ammy Drammeh: Ehrlich gesagt greife ich oft zu diesem Farbton – besonders, wenn ich mich gelassen, aber dennoch ein wenig gewagt fühlen möchte. Ich benutze „Le Liner“ in „Rouge Noir“ fast täglich!

 

Was macht einen Make-up-Look elegant?
Für mich bedeutet Eleganz Balance – nie zu viel von etwas, sondern immer mit Bedacht. Eleganz entsteht, wenn Make-up die eigene Persönlichkeit unterstreicht, statt sie zu überdecken.

 

Le Vernis“ in „Rouge Noir“ ist seit rund 30 Jahren ein Bestseller. Was macht diesen Farbton so zeitlos und ikonisch?
Seine Komplexität. Es ist kein einfaches Rot, es hat Tiefe, Schatten, Emotionen. Jede Frau sieht etwas anderes darin – das macht ihn universell.

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Foto: Chanel

Wie sind Sie bei der Farbauswahl für die Lidschattenpalette vorgegangen?
Ich stellte mir vor, wie ich „Rouge Noir“ durchleuchte – welche Farben würden aus den Schatten hervortreten? So entstanden das Metallic-Rot und das Fuchsia, die für Intensität und Leidenschaft stehen. Das zarte Rosa und der Duo-Chrome-Highlighter sorgen für Ausgewogenheit und Zartheit.

 

Welche Beauty-Grenze überschreiten Sie gerne bewusst?
Ich breche gerne mit der Vorstellung, dass Make-up immer perfekt sein muss. Ich finde Schönheit in der Unvollkommenheit: in leicht verschmiertem Eyeliner, in verwischtem Lippenstift, darin, wie sich Make-up im Laufe des Tages verändert. In diesen Details steckt Leben, genau darin liegt der Reiz.

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12.02.2026