Storys

Der Stil der Galeristinnen

# 12
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Expo Gate

Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Klasse.

Zur Biennale in Venedig trage ich ...
... tagsüber flache Schuhe, weil der Kies im Giardini der größte High-Heels-Feind ist.

Zur Art Basel in Miami und zum Gallery Weekend Berlin trage ich ...
... 4–5 Zentimeter hohe Absätze, bevorzugt von Ernesto Esposito. Der Rest meines Outfits hängt von meiner Laune ab, so wie jeden Tag.
Ihre drei Lieblingsdesigner?

Drei Generationen italienischer Designer: Die neue Generation rund um MSGM und Marco De Vincenzo, Alessandro Dell’Acqua (N0 21 und Rochas) und Rodolfo Paglialunga (Jil Sander), die sich in der Mitte ihrer Karriere befinden, und natürlich die Königin: Miuccia Prada!

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Stil-Inspiration: Jil Sander

Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
Alles mit einer glatten Oberfläche und vielschichtigen Bedeutungen.

Das letzte Bild, dass Sie in Ihrer Wohnung aufgehängt haben?
Eine kleine Zeichnung mit einer Widmung des isländischen Künstlers und Freunds Ragnar Kjartansson, die er mir und meinem Partner vor einigen Jahren als Geschenk zum Essen mitgebracht hat – anstelle von Champagner und Blumen. Ich habe sie endlich rahmen lassen.

Drei junge Künstler, auf die man ein Auge werfen sollte?
Thomas Braida, Riccardo Andujar, Serena Vestrucci.

Ihre liebsten Apps?
Seit Kurzem verwende ich WhatsApp.

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Nina Johnson-Milewski
Gallery Diet

Ihre Sicht auf Mode ist wie ihre Sicht auf Kunst: homorvoll, international und vor allem experimentierfreudig

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Nina Johnson-Milewski

Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Ich versuche, immer ein Gleichgewicht aus Spaß, Vielseitigkeit und einer anspruchsvollen Ästhetik zu finden.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst? Auf Tonnen von Mustern.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Die pinke Chanel-Tasche meiner Mutter.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Meine Großmutter und die Popkultur der 90er-Jahre.

Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Sinn für Humor.

Mit einem gekonnten Mix aus zeitgenössischen Künstlern von Christy Gast bis Charley Friedman, international etablierten Gast-Kuratoren und ihrem guten Gespür hat NINA JOHNSON-MILEWSKI ihre Galerie Diet zu einer der Top-Galerien in Nordamerika gemacht. Nebenbei ist sie auch die Herausgeberin der Kunst- Zeitschrift The Miami Rail. GALLERYDIET.COM

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Gallery Diet

Ein Trend, der überbewertet wird?
Flache Schuhe.

Zur Biennale in Venedig trage ich...
...hoch geschnittene Leinenshorts, ein Crop-Top, Wedge-Sneaker und
einen Panama-Hut.

Zur Art Basel in Miami trage ich ...
... einen Anzug von Maison Martin Margiela.

Zum Gallery Weekend Berlin trage ich ...
... eine Jeans von imogene+willie, eine weißes Button-down-Hemd und Heels.

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Marni

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Marni, Maison Martin Margiela und Victor Costa.

Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
Mein coffee table von Emmett Moore, weil er aus Spiegeln gemacht ist.

Das letzte Bild, das Sie in Ihrer Wohnung aufgehängt haben?
Eine Barbara-T.-Smith-Fotografie.

Drei junge Künstler, auf die man ein Auge werfen sollte?
Katie Stout, Christy Gast und Benny Merris.

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London&Paris: Emanuela Campoli
Campoli Presti

Emanuela Campoli trennt Mode strikt von Kunst, setzt auf stilistische Widersprüche und auf Schuhe von Pierre Hary.

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Emanuela Campoli

Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Ich liebe es, mit modischen Widerspruühen zu spielen, beispielsweise mit maskulinen und femininen Elementen.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst?
Auf einen Oversize-Männer-Cardigan aus dickem Strick und Schuhe von Pierre Hardy.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Von meiner schwarzen Lederhose.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Die Städte, in denen ich gelebt habe (Rom, New York, London, Paris) und mein Lifestyle (Mutter zu sein und eine Galerie zu besitzen).

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Campoli Presti

Mit ihrer Galerie Campoli Presti (2003 in London und 2007 in Paris gegründet) konzentriert sich EMANUELA CAMPOLI vor allem auf Künstler, die eher konzeptuell arbeiten und sich in ihren Werken mit theoretischen Fragen beschäftigen. Dazu zählen Jason Loebs, Blake Rayne und Reena Spaulings. Wichtig ist ihr auch der Dialog zwischen europäischer und amerikanischer Kunst.

Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Sich "à l'aise" zu fühlen, wie die Franzosen sagen würden, sprich: sich wohl- zufühlen und gleichzeitig modisch zu sein, eigentlich ja ein Widerspruch. Ein Trend, der überbewertet wird?

Zur Biennale in Venedig trage ich ...
... ein Vintage-Kleid von Ungaro.

Zur Art Basel in Miami trage ich ...
... ein Kleid aus Lurex von Missoni.

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Dries Van Noten, Raf Simons und Jil Sander.

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Dries van Noten

Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
Ich bevorzuge es, Mode und Kunst zu trennen.

Das letzte Bild, das Sie in Ihrer Wohnung aufgeha?ngt haben?
Ein silbernes Fotogramm von Liz Deschenes.

Drei junge Ku?nstler, auf die man ein Auge werfen sollte?
Valentina Liernur, Loretta Fahrenholz und Nick Mauss.

Ihre liebsten Apps?
Die Wetter-App Genius und von The New Yorker.

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Wien: Nathalie Halgand
Inoperable

 

Die in Wien lebende Französin mit tibetischen Wurzeln ist Expertin in Sachen Urban Art und weiß, dass nichts über einen gut geschnittenen Hosenanzug und Loafer geht

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Nathalie Halgand

Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Elegant und easy.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst?
Auf Chaos.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Eine Uhr von Glashütte, die mir mein Vater geschenkt hat.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Mein Stil hat sich über die Jahre verändert, aber ich würde sagen, dass er von meinem persönlichen Umfeld, Modemagazinen, gewissen Trends, meiner Stimmung und meinem Alter geprägt ist.

Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Eleganz und Anmut.

Ein Trend, der überbewertet wird?
Normcore.

Seit 2008 spezialisieren sich NATHALIE HALGAND und ihr Partner Nicholas Platzer auf die Präsentation urbaner Subkulturen. Neben (Urban-Art-) Künstlern wie Roa und Miss Van soll das bisherige Programm noch durch neue aufstrebende Künstler erweitert werden. INOPERABLE.AT

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Inoperable

Zur Biennale in Venedig trage ich ...
... einen dunkelblauen Hosenanzug von Petar Petrov mit einem cremefarbenen Top aus Seide, dazu blau-weiß gewebte Dries-Van-Noten-Schuhe und eine helle Envelope-Clutch von Prada.

Zur Art Basel in Miami trage ich ...
... ein transparentes, weißes Organza-Kleid mit einem mehrfarbigen Unterkleid
aus der F/S 2015-Kollektion von Arthur Arbesser, eine weiße Sonnenbrille von R.T.CO und dazu flache Ledersandalen von Marni.

Zum Gallery Weekend Berlin trage ich ...
... einen roten Oversize-Mantel von Jil Sander, ein weißes T-Shirt, eine gerade geschnittene Hose aus Stretchwolle von Acne, dazu schwarze Tassel-Pennyloafer und eine große Beuteltasche aus Nappaleder von Tsatsas.

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Inspiration: Petar Petrov

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Arthur Arbesser, Petar Petrov und Jil Sander.

Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
Die Fotografien von Luigi Ghirri, ich finde sie elegant, sanft und ästhetisch – Attribute, die ich auch meinem Modestil zuordnen würde.

Das letzte Bild, das Sie in Ihrer Wohnung aufgehängt haben?
Eine Fotografie von Zara Pfeiffer.

Drei junge Künstler, auf die man ein Auge werfen sollte?
Onka Allmayer-Beck, Simon Mullan und Roa.

Ihre liebsten Apps?
RoadMovies und WhatsApp.

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New York:Candice Madey
On Stellar Rays

Candice Madey trägt Boots und Lederjacke zu allen Anlässen. Nicht einschränken lässt sich die New Yorkerin auch in der Wahl ihrer Ausstellungen

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Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Ich liebe simple, klare und klassische Styles mit einem Vintage-Twist, kombiniert mit handgefertigtem Schmuck.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst?
Auf die unzähligen Mäntel.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Von meinem Vintage-Catsuit aus Wollkrepp. Jeder, der mich kennt, hat mich schon tausendmal darin gesehen. Dazu trage ich meinen
Trenchcoat und klassische schwarze Heels.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Meine Mutter mit ihrem eklektischen und exzentrischen Stil. Sie hat mir auch beigebracht zu nähen und mich immer in Vintage-Läden geschleppt.

Ein Trend, der überbewertet wird?
Ich kann nicht verstehen, warum so viele Frauen von Luxushandtaschen besessen sind. 500 bis 1000 Dollar dafür auszugeben, lasse ich mir noch einreden, aber alles, was darüber hinausgeht, würde ich lieber in Kunst investieren.

2008 ist CANDICE MADEY mit ihrer Galerie eine der Ersten in der Lower East Side, mittlerweile zählt sie zu den bekanntesten in New York. Die von ihr vertretenen Kunstrichtungen reichen von Performance bis zur Malerei. Zu Madeys wichtigsten Ku?nstlern gehört Rochelle Feinstein mit ihren geometrischen Malereien und Prints. 2011 ist On Stellar Rays zum ersten Mal bei der Art Basel in Miami vertreten. ONSTELLARRAYS.COM

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Zur Biennale in Venedig trage ich ...
... Kleider, weil es da immer so heiß ist.

Zur Art Basel in Miami trage ich ...
...Tank-Kleider, Boots und eine Jacke.

Zum Gallery Weekend Berlin trage ich ...
... dasselbe wie tagsüber in New York: schwarze Jeans, Boots, etwas aus Leder und einen Schal.

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Veda (wegen der Lederkreationen), Rodebjer und Helmut Lang.

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Helmut Lang

Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
In der Mode liebe ich Texturen und Reichhaltigkeit, das trifft allerdings nicht auf meinen Kunstgeschmack zu – da mag ich es lieber konzeptuell.

Das letzte Bild, das Sie in Ihrer Wohnung aufgehängt haben?
Eine Arbeit von Rochelle Feinstein. Sie ist eine der herausragendsten Künstlerinnen, die New York in den letzten 30 Jahren gesehen hat.

Ihre liebsten Apps?
Ohne die Reise-App Tripit würde ich niemals wissen, wo ich hinfliege,
so viel, wie ich unterwegs bin!

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Paris: Liza Fetissova
Russian Tearoom Gallery

Liza Fetissova hat die russische Fotografie in die französische Hauptstadt gebracht. Stilmäßig bleibt sie aber ihrer Heimat treu

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Liza Fetissova

Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Meine Persönlichkeit widerspiegelnd: Unvorhersehbar und unverwechselbar russisch.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst?
Auf Farbe.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
So etwas gibt es bei mir nicht, Kleidungsstücke sind auch nur Dinge.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Meine Mutter Lena Makashova. Sie ist eine russische Designerin, und ich trage ihre Mode, seit ich 18 bin.

2014 feiert LIZA FETISSOVA mit der Gruppen-Ausstellung „HAPPY“ achtjähriges Jubiläum. Spezialisiert hat sie sich auf russische Fotografen der Post- Perestroika, darunter Antanas Sutkus, Sergey Maximishin, Evgeny Mokhorev und die neue Generation rund um Margo Ovcharenko, die das junge Russland fotografisch repräsentiert. RTRGALLERY.COM

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Russion Tearoom Gallery

Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Den Stil selbst.

Zur Biennale in Venedig trage ich ...
... ein florales Kleid.

Zur Art Basel in Miami trage ich ...
... einen klassischen Rock.

Zum Gallery Weekend Berlin trage ich ...
... Schwarz von Kopf bis Fuß. Auf Labels lege ich keinen Wert.

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Viktor & Rolf, Alberta Ferretti und Lena Makashova.

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Viktor & Rolf

Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
Ein solches gibt es nicht, weil Mode sich immer verändert, ein Kunstwerk aber statisch ist.

Das letzte Bild, das Sie in Ihrer Wohnung aufgehängt haben?
Ein Print von Evgeny Mokhorev.

Drei junge Künstler, auf die man ein Auge werfen sollte?
Margo Ovcharenko, Masha Yastrebova und Oleg Dou.

Ihre liebsten Apps?
So etwas verwende ich nicht.

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Hamburg: Vera Munro
Galerie Vera Munro

Vera Munro ist längst eine Institution in der Kunstszene. Auf ihren Reisen immer mit dabei: Kleider, Blazer und Lederjacken

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Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Unangestrengt, aber sehr speziell.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst?
Auf jede Menge Blazer.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Von meiner schwarzen Lederjacke.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Die Zeit, in der ich als Model in London und Paris gearbeitet habe.

Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Weiblichkeit und Gegenwärtigkeit.

Ein überbewerteter Trend?
Alles Vordergründige, alles Laute.

Seit 1977 vertritt die Galerie VERA MUNRO Künstler aus verschiedenen Bereichen: Malerei, Installation, aber auch Fotografie. Thematische Gruppen-Ausstellungen sind Munros Spezialgebiet. Kunstgrößen wie Gerhard Richter oder Blinky Palermo werden dabei in einen Dialog mit jungen Künstlern gesetzt. Noch bis zum 31. Januar läuft die Schau der japanischen Künstlerin Miwa Ogasawara. VERAMUNRO.DE

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Zur Biennale in Venedig trage ich ...
... ein weißes Leinenkleid.

Zur Art Basel in Miami trage ich...
...ein enges Minikleid und High Heels.

Zum Gallery Weekend Berlin trage ich ...
... Lederjacke und Jeans.

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Habe ich nicht mehr.

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Inspiration: Alexander McQueen

Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
Wahrscheinlich eine Bleiarbeit von Günther Förg. Ästhetisch, aber gleichzeitig cool.

Das letzte Bild, das Sie in Ihrer Wohnung aufgehängt haben?
Ein Werk von Eriks Apalais.

Drei junge Künstler, auf die man ein Auge werfen sollte?
Eriks Apalais, Miwa Ogasawara und Linda McCue.

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London: Rebecca May Marston
Limoncello Gallery

Die Londonerin sammelt gerade am liebsten die Kunst ihrer kleinen Tochter und zählt Seidenshirts und der Männermode entlehnte Elemente zu ihren Fashion-Favoriten

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Rebecca May Marston

Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Ich trage Kleidung, die ich mag und in der ich mich wohlfühle. Aber auch Ecken und Kanten machen meinen Stil aus: Ich mixe gerne auffällige Prints, Colour-Blocking und der Männermode entlehnte Teile.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst?
Auf leere Kleiderbügel. Ich habe gerade ein Baby bekommen und meine ganzen Schwangerschaftsklamotten aussortiert.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Ein wunderschönes Paar Brogues in Ochsenblut, das mir mein Vater in Florenz gekauft hat, als ich 16 war.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Unglücklicherweise waren meine späten Teenagerjahre von Vorstadt-Skater-Boys und Drum’n’Bass geprägt. Meine Vorliebe für Menswear und Oversize ist wohl ein Relikt aus dieser Zeit.

Als Direktorin und Kuratorin ihrer Galerie zeigt REBECCA MAY MARSTON ein dynamisches Programm, das Street-Art mit Objektkunst vereint. Sie ist eine der vielversprechendsten Galeristinnen Londons.
LIMONCELLOGALLERY. CO.UK

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Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Die Art und Weise, wie man etwas trägt.

Ein Trend, der überbewertet wird?
Asymmetrie.

Zur Frieze London trage ich ...
... eine Hose von A.Four, die mein Mann für das Label designt hat, und seineschlammfarbenen Adidas-Sneaker, die ebenfalls eine Kollaboration sind. Dazu Tops und Strickteile von Topshop.

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Richard Nicoll und seine Seiden-Shirts, Clara Francis und ihr Perlenschmuck
und die Mäntel des britischen Labels Workhouse England.

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Berlin: Kirsten Hermann
Galerie für moderne Fotografie

Auf der Kunst-Agenda der Berlinerin: Moderne Fotografie. Auf ihrer Mode-Agenda: Bomberjacken und Sportlich-Elegantes

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Kirsten Hermann

Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Sportlich-elegant, American Sportswear.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst?
Auf eine Bomberjacke von Ayzit Bostan.

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Ein Dries-Van-Noten-Rock aus der F/S-Kollektion 2009.

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Wer hat Ihren Stil geprägt?
Die französische Vogue und der Minimalismus des modischen Alltags in der DDR.

Was an Stil kann man mit Geld nicht kaufen?
Authentische Eleganz.

Ein Trend, der überbewertet wird?
Jede Art von Trend.

Ihre drei Lieblingsdesigner?
Vladimir Karaleev, Prada, Vetements.

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Welches Kunstwerk spiegelt Ihren Modestil am besten wider?
Keines.

Das letzte Bild, das Sie in Ihrer Wohnung aufgehängt haben?
Eine Bild meines Freundes und meiner Tochter, das Peter Langer fotografiert hat.

Drei junge Künstler, auf die man ein Auge werfen sollte?
Mir sind vor allem junge polnische Künstler und deren Galerien aufgefallen, beispielsweise die Galeria Stereo, die Galeria Leto und dort im Besonderen die Künstlerin Angelika Markul.

Ihre liebsten Apps?
5 Every Day, Inforadio, Instagram.

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Normalerweise geht es um die Bilder, die sie ausstellen. Dabei ist ein Blick auf ihre Looks genauso spannend: flair hat aufstrebende und etablierte Galerie-Besitzerinnen von Berlin bis Miami zu ihrem ganz persönlichen Stil befragt

Text: Anja Tranninger

Mailand: Caroline Corbetta
Il Crepaccio/ Expo Gate

Die Mailänderin hat Ragnar Kjartansson in Italien groß gemacht, liebt die Designer ihres Heimatlandes und Schuhe in all ihren Facetten

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Caroline Corbetta

Bitte beschreiben Sie Ihren Stil in einem Satz.
Ich würde mich nicht auf einen Stil festlegen, weiß aber sehr genau, was mir steht – und was nicht.

Wenn Sie in Ihren Kleiderschrank schauen, worauf fällt Ihr Blick zuerst? Schuhe!

Ein Stück, von dem Sie sich niemals trennen werden?
Von meiner Schuh-Kollektion.

Wer hat Ihren Stil geprägt?
Meine Mutter, Kunst, die mir begegnet, Bücher, die ich gelesen habe und Menschen, die ich treffe.

Die Galerien: Il Crepaccio und Expo Gate

Caroline Corbetta hat einen guten Riecher für neue Talente. So organisierte sie die ersten Ausstellungen von mittlerweile weltberühmten Künstlern wie Ragnar Kjartansson oder Nathalie Djurberg, deren Werke bei der von Corbetta kuratierten Schau zur Gänze von Miuccia Prada erstanden wurden. In den Fenstern ihres Kunstraums Il Crepaccio stellt sie aufstrebende Kunstschaffende aus. Ihr letztes Projekt: die Expo Gate in Mailand.

03.12.2014