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Ein Preis für mutige Unternehmerinnen: Der Veuve Clicquot Bold Woman und Bold Future Award 2022

Die „Grande Dame de Champagne“, Madame Clicquot, übernahm mit nur 27 Jahren die Leitung des  weltberühmten Champagnerhauses – mit viel Mut und unternehmerischer Vision. Ganz in dieser Tradition werden mit dem Veuve Clicquot Bold Woman Award und dem  Veuve Clicquot Bold Future Award Unternehmerinnen für ihren Mut, ihre Risikobereitschaft und ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet.  flair stellt hier die Nominierten in den beiden Kategorien für 2022 vor. Die diesjährigen Awards werden am 4. Oktober in der Französischen Botschaft in Berlin verliehen.

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Illustration: Rosie Mc Guinness

Der Preis wurde 1972 in Frankreich zu Ehren der Unternehmerin Madame Clicquot ins Leben gerufen – damals noch als „Veuve Clicquot Business Woman Award“. Als junge alleinerziehende Witwe übernahm Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach dem überraschenden Tod ihres Mannes die betriebswirtschaftliche und önologisch-technische Verantwortung für das Champagnerhaus – gegen den Willen ihrer Familie, Berater und ihres gesellschaftlichen Umfeldes. Die damals erst 27-jährige  erwies sich aber als außerordentlich willensstarke und mutige Geschäftsfrau und führte das Unternehmen zum weltweiten Erfolg.

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Foto: Veuve Clicquot

Die Nominierten:

Veuve Clicquot Bold Woman Award 2022:

NICOLE BÜTTNER
MERANTIX MOMENTUM

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Nicole Büttner / Foto: Veuve Clicquot

Nicole Büttner wirkt als Unternehmerin, Investorin und Aufsichtsrätin. Sie ist Gründerin und CEO von Merantix Momentum und sitzt im Management der Merantix, eines KI-Venture- Studios, das KI-Firmen inkubiert und von den Magazinen Forbes und Bilanz in die Top 10 der KI-Start-ups gewählt wurde. Merantix hat sich zum Ziel gesetzt, ein Ökosystem für KI aufzubauen und zu einem zentralen KI- Hub in Europa zu werden. Nicole Büttner ist WEF Digital Leader for Europe, Aufsichtsrätin sowie Investorin.
Als Unternehmerin kürte sie das World Economic Forum zum Digital Leader of Europe und das Magazin Capital nominierte sie bereits zweimal unter die „Top 40 unter 40“.

Zarah Bruhn
Socialbee

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Zarah Bruhn / Foto: Veuve Clicquot

Zarah Bruhn gründete 2016 das gemeinnützige Sozialunternehmen socialbee, das Firmen dabei hilft, Geflüchtete unbürokratisch einzustellen und etwaige bürokratische Hürden zu überwinden. Das Unternehmen bringt als Dienstleister für Vielfalt Geflüchtete und Unternehmen zusammen: Auf der einen Seite hilft es Menschen, die alles verloren haben, eine Karriere zu beginnen und sich dadurch ein neues und selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Auf der anderen Seite unterstützt es Unternehmen dabei, sich über die konkrete Deckung des Personalbedarfs diverser aufzustellen und mit einer bunten Belegschaft von Vielfalt am Arbeitsplatz zu profitieren. Neben ihrer Tätigkeit als CEO von socialbee wirkt Zarah Bruhn als Beauftragte für soziale Innovationen im BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Aufsichtsrätin, Impact Leader und Politikerin. Bruhn wurde mehrfach für ihre sozial-unternehmerische Tätigkeit ausgezeichnet und tritt als Expertin für Integration und „Female Entrepreneurship“ auf Konferenzen auf, u.a. bei der Bits & Pretzels und TEDx. Capital wählte sie unter die „Top 40 unter 40“.

Kristina Nikolaus
OKAPI:ORBITS

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Kristina Nikolaus / Foto: Veuve Clicquot

Kristina Nikolaus ist CEO und Co-Founder des Anfang 2018 gegründeten Raumfahrt-Unternehmens „OKAPI:Orbits – Making New Space Safer”. Das Software-as-a-Service-Start-up, will den Weltraum u.a. mit Hilfe einer Kollisionsvermeidungssoftware für Satelliten aufräumen. Der Hintergrund: die Menschheit vermüllt längst nicht mehr nur irdische Landschaften, sondern seit dem Beginn der Raumfahrt auch den Weltraum. Die entwickelte künstlicher Intelligenz soll automatisch Kollisionen von Satelliten, Raketen und über eine Million Weltraumschrottobjekten im Orbit verhindern. Neben ihrem Beruf setzt sie sich als Landessprecherin des Start-up-Verbands und als Initiatorin der Vereinigung „Equality Entrepreneurship“ für Existenzgründungen und Chancengleichheit im Gründertum ein. Forbes wählte sie unter die „30 under 30“.

Veuve Clicquot Bold Future Award 2022:

NINA MANNHEIMER
KLIM

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Nina Mannheimer / Foto: Veuve Clicquot

Nina Mannheimer gründete 2020 zusammen mit Adiv Maimon und Robert Gerlach das Berliner Start-up Klim, das Landwirt:innen skalierbar den Sprung in die klimapositive Landwirtschaft erleichtert. Ihre Vision ist es, mit Hilfe der dazu entwickelten App die Landwirtschaft vom Klimasünder zum Klimahelden zu machen. Denn die regenerative Landwirtschaft kann bis zu 11 Gigatonnen CO2 jährlich sparen – und somit möchte Nina Mannheimer die Landwirtschaft, die heute für fast ein Viertel der Emissionen verantwortlich ist, von einem Sektor, der signifikant zum Klimawandel beiträgt, zu einem Sektor, der das Klima aktiv schützt, transformieren. Um auch die Verbraucher:innen dafür zu sensibilisieren, hat das Food-Tech-Unternehmen Klim ein Produktsiegel entwickelt, das die Landwirt:innen finanziell unterstützt.

BETTINE SCHMITZ
AUXXO FUND MANAGEMENT

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Bettine Schmitz / Foto: Veuve Clicquot

Der 2019 in Berlin gegründete Venture-Capital-Fonds AUXXO besteht neben Bettine Schmitz aus zwei weiteren Angel-Investorinnen. Beim Investment in Start-ups und dem Einsatz für Gründerinnen steht dabei der Gender-Lens-Investing-Ansatz im Vordergrund, bei dem es um eine Analyse und daraus folgend Investitionsentscheidungen geht, die neben Cashflow-Analysen zusätzlich u.a. Daten in Bezug auf die Geschlechterverteilung in einem Unternehmen einbeziehen. Neben der AUXXO-Beteiligung bestehen unter dem gleichen Dach noch die Gruppe Evangelistas mit über 150 weiblichen Angel-Investoren in Deutschland, sowie der Female Catalyst Fund, ein Fonds für eine gerechte Vertretung von Frauen als Gründerinnen und Investorinnen in Risikokapital-Investitionen, in Start-ups, in Pre-Seed- oder Seed-Phasen in Europa.

MARU WINNACKER
URANIA VENTURES

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Manu Winnacker / Foto: Patrycia Lukaszewicz

Maru Winnacker ist seit 2021 Entrepreneur und Managing-Partnerin der deutsch-französischen privaten Investmentgesellschaft Urania Ventures, die sich mit einem globalen Portfolio auf Deep Tech, Raumfahrt und fortgeschrittene Wissenschaft konzentriert.
Der Investitionsschwerpunkt liegt auf Raumfahrttechnologie, nachhaltiger Luftfahrt und Robotik. Als völlig unabhängiger Evergreen-Fonds, der sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat, reinvestiert Urania Ventures jeden Ertrag, um ihre Wirkung zu verstärken.

21.09.2022